Wie fahrradfreundlich ist die Region? …Ihre Meinung zählt!

Ab 01.September können Sie Ihre Gemeinde oder Stadt öffentlichkeitswirksam bewerten!

Vom 01.September bis zum 30.November läuft die Umfrage „ADFC-Fahrradklima-Test 2018“.
Der Fahrrad-Club ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium wieder
Radfahrende dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test soll helfen, die Stärken und Schwächen der Bedingungen für den Radverkehr zu erkennen. In diesem Jahr ist Familienfreundlichkeit des Radverkehrs ein Schwerpunktthema.

In der letzten Befragung (2016) hat im Landkreis Marburg-Biedenkopf außer Marburg leider keine andere Stadt die mindestens erforderliche Menge von 50 Teilnehmern erreicht um in die Auswertung zu kommen. Ergebnisse 2016 in einer Karte

Bitte beteiligen Sie sich an der Umfrage und ermuntern Sie befreundete Radfahrende ebenfalls teilzunehmen.
Die überwiegende Zahl der Entscheidungsträger in der der Region nehmen das Thema Radverkehr immer noch nicht richtig ernst.

Zeigen Sie Ihnen die Defizite auf!

In Marburg haben miserable Umfrageergebnisse aus dem Jahr 2014 eine sehr hohe Beachtung gefunden. Schon zwei Jahre später wurden punktuelle Fördermaßnahmen des Magistrats von den Radfahrenden bei der Bewertung honoriert und Marburg ergatterte einen Aufsteigerpreis!

Also mitmachen ab 01. September unter https://www.fahrradklima-test.de/

Sperrung der Radroute zwischen Todenhausen und Amönau

die Stadt Wetter teilt mit, dass der Wirtschaftsweg zwischen Todenhausen und Amönau im Zeitraum 23. August bis 07. September 2018 voll gesperrt ist.

Als Grund für die Sperrung ist der Rückbau mehrerer Behelfsbrücken genannt.

Ich habe mir das vor Ort angeschaut. Betroffen sind die Brücken über die Wetschaft und den Mühlgraben. Das bedeutet für den Radverkehr, dass der Lahn-Eder-Radweg von Amönau aus über diesen Weg (Am Riedtor) weiterhin erreichbar ist. Wer mit dem Rad nach Todenhausen will, fährt am besten kurz vor der Baustelle nach links auf den Feldweg Richtung Untersimtshausen. Der Weg ist gut befahrbar und am nördlichen Ende von Todenhausen befindet sich ein weiterer Bahnübergang.

 

Wie zu erwarten, hatte man den Radverkehr mal wieder nicht im Blick und auf einen Hinweis für die Umfahrmöglichkeit verzichtet. Das ist sehr ärgerlich, da hier auch die Radroute vom Lahn-Eder-Radweg ausgehend Richtung Mellnau verläuft.

Radverkehr ernst nehmen? Hier nicht!

https://www.wetter-hessen.de/Infrastruktur/Verkehr/Baustellen-Absperrungen-und-Umleitungen/Sperrung-Wirtschaftsweg-Tdh-Am%C3%B6n-.php

Antwort vom hessischen Umweltministerium – Rückbau asphaltierter Forstwege

Vom hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Priska Hinz) habe ich inzwischen eine Antwort auf meine Anfrage erhalten.

Leider geht man hier fast ausschließlich auf den „Marburger Fall“ ein.
Mir ging es aber eben gerade darum, die hessenweiten Auswirkungen der Handlungsmaxime von HessenForst aufzuzeigen und den Widerspruch zu den Bestrebungen den Radverkehr zu fördern, zu skizzieren.
Man hätte meine Anfrage halt komplett lesen müssen um das zu verstehen, na ja.
Überhaupt wirkt das Antwortschreiben irgendwie „recycled“, d. h. dass es wahrscheinlich in ähnlicher Form am die genannten Marburger Politiker und Aktiven ging.

Aber was steht denn nun drin in der Antwort?

In großen Teilen nichts Neues. Es geht um die eigentliche Zweckbestimmung von Waldwegen, wie es das hessische Waldgesetz vorsieht.
Es wird grundsätzliche Gesprächsbereitschaft bzgl. der Wege auf den Lahnbergen signalisert.
Die Maßnahme am Hans-Helmut-Paul-Weg wird wohl aus finanziellen Gründen bis 2019 zurückgestellt.

Ein kleiner Satz hat mich aber dann doch aufhorchen lassen. In Bezug auf die Zweckbestimmung und den Status von Waldwegen heißt es hier:

Anderes würde nur gelten, wenn Waldwege im Sinne verkehrsrechtlicher Vorschriften als offizielle Radwege gewidmet würden und dann der zuständige Verkehrsträger (wie hier Ihre Stadt) verfahrensmäßig die Zuständigkeit für Ausbau, Unterhalt und Verkehrssicherheit als Radverkehrsweg übernähme.

Wer so etwas schreibt, scheint sich ja einer solchen Lösung nicht grundsätzlich zu verschließen.
Und genau hier müsste man ansetzen!
Dann hängt es nämlich vorwiegend am Geld und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung wäre mit dem Auftrag der Radverkehrsförderung am Zuge hier finanzielle Hilfen in Aussicht zu stellen!
Von dieser Stelle habe ich übrigens auch nach zweiter Anfrage bisher keinerlei Rückmeldung erhalten!

Also Herr Al-Wazir, kaufen Sie doch Frau Hinz mal ein paar Waldwege ab und schenken Sie sie den Radfahrern! Die hätten es verdient!

 

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Intermodale Mobilität einmal anders

Fahrrad – Schwimmen – Fahrrad

http://www.op-marburg.de/Mehr/Hessen/Panorama/Jutta-Maassen-schwimmt-durch-den-Main-zur-Arbeit

Übrigens falls Sie schon immer mal den Unterscheid zwischen Multi- und Intermodaler Mobilität kennen lernen wollten:

Quelle: https://www.zukunft-mobilitaet.net/144710/analyse/intermodalitaet-multimodalitaet-intermodaler-verkehr-multimodal-kombiniert/