Holt die Radfahrer/innen aus dem toten Winkel der Lastwagen!

Gerade vor ein paar Tagen hat die EU-Kommission u. a. die verpflichtende Einführung von LKW-Abbiegeassistenten empfohlen:

Bis daraus Länderrecht werden kann, wird es leider noch viele tote Radfahrer geben, die von einem LKW beim Abbiegen überrollt wurden!

Gebt dem Prozess Rückenwind und unterstützt bitte die Petition von Janine Schulz. Sie ist eine Frau, die solch einen Unfall knapp überlebt hat und dass sie ihre Geschichte noch erzählen kann, begreift sie als Chance!

Zur Petition hier entlang: Retten Sie Leben – Machen Sie LKW-Abbiege-Assistenten zur Pflicht!

 

Im Jahresbericht 2017 sprechen sich die Unfallforscher der Versicherer (UDV) sogar für die Einführung von Systemen zu Vermeidung von Dooring-Unfällen aus:
https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/aktuell/nachrichten/assistenzsysteme-kommen-ohne-einbauvorschrift-nur

 

 

Titelbild (Ausschnitt):
Von Martin Reis from Toronto, Canada – _IGP7022Uploaded by Skeezix1000, CC BY 2.0, Link

Lesetipp zum Thema öffentliches Verkehrsangebot im ländlichen Raum

 

[Diskussionsbaustein] Welche Rolle können Genossenschaften bei der Bereitstellung öffentlicher Verkehre in ländlichen Räumen spielen?

 

Ich habe heute einen Kommentar zu dieser Diskussion verfasst, da ich hier grundlegende Annahmen nicht teilen kann.

Hallo Herr Randelhoff,

sie möchten ihr Modell nicht aus Sicht des heutigen Rechtsrahmens entwickelt wissen, da sie diesen für veränderbar erachten. Das halte ich für einen zukunftsfähigen Ansatz!

Dessen ungeachtet bauen sie in der Herleitung des Modells auf Größen und Werte die meiner Meinung nach ebenfalls nicht unveränderlich sind?

Schon in der Einleitung verweisen sie auf die "steigenden Pkw-Verfügbarkeit" als Grund für die mangelnde Auslastung des bestehenden ÖPNV-Angebotes.
Ist das im Angesicht der Probleme, die diese Verkehrsart verursacht tatsächlich eine feste Größe? Ich hoffe nicht!

Auch das Bedürfnis nach höchster Flexibilität möchte ich nicht unbedingt als Richtschnur für die Mobilität von Morgen wissen.
Ich denke, was den allgemeinen Lebensstil betrifft, würde es allen nützen, wenn man das Leben eher nach den Möglichkeiten plant, Restriktionen akzeptiert und nicht versucht durch ungebändigte Ausschöpfung aller Ressourcen das Maximale zu erreichen.
Das widerspricht momentan noch dem Zwang der Tatsachen, aber wer kennt schon die Zukunft! (-;

Geringe Auslastung und Unterfinanzierung

Wie sähe es mit diesen "Tatsachen" aus, wenn der motorisierte Individualverkehr nicht mehr im heutigem Maße durch die Allgemeinheit (und zukünftige Generationen) subventioniert würde? 
Schlechte Ökobilanzen des ÖPNV durch das Transportieren von Luft würden zumindest für das Gesamtnetz deutlich besser werden und Geld wäre dann auch vorhanden!

Grundsätzlich finde ich die Idee, Kapazitäten von z. B. Lieferdiensten zu nutzen interessant.
Die eiern den ganzen Tag durch die Gegend und könnten gut jemanden mitnehmen.
Wenn ich mir aber den Fahrstil betrachte habe ich schon keine Lust mehr einzusteigen. Es stellt sich allgemein die Frage nach der notwendigen Qualifikation zu Personenbeförderung.

PS:
Ist "Gefäß" wirklich ein passender Begriff in der Personenbeförderung?
Ich finde es etwas entwürdigend, als Transportgut eingestuft zu werden.

Lücken für Berufspendler auf der Buslinie MR-65

Trotz deutlicher Verbesserung im Spätverkehr der Buslinie MR-65 wird es voraussichtlich weiterhin Takt-Lücken für Berufspendler aus den westlichen Wetteraner Ortsteilen geben.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung bzgl. der Erstellung des Nahverkehrsplan für den Landkreis habe ich auf diese Lücken aufmerksam gemacht. (Anlage I-2, Seite 22/42)

Meine Anregung im Zuge der Bürgerbeteiligung:
 Taktung Bus 65 von Wetter nach Biedenkopf 
 Der Bus 65 von Wetter Bahnhofstrasse Richtung Biedenkopf bzw. Treisbach
 hat eine Taktlücke zwischen 16:10 und 18:15!
 Ideal wäre hier noch eine Fahrt ab ca. 17:20 Uhr denn dann würde sich ein 
 Anschluss aus Marburg Innenstadt mit Bus 482 ohne Umstieg an Marburg HBF 
 ergeben.
 Auch die folgenden AST‐Abfahrten haben eine Lücke zwischen 18:50 und
 20:50 Uhr. Dadurch läuft die RB 43 (Ankunft 19:44 in Wetter) ins Leere.
 Beide Lücken fallen in den Zeitraum der Berufspendler!

Antwort der Moderation:
 Vielen Dank für Ihre Anregung. Bei der Linie MR‐65 handelt
 es sich um eine Erschließungslinie. Hierbei wurde festgelegt,
 dass bei entsprechender Nachfrage das Angebot über das
 Niveau der Grundversorgung hinaus verstärkt werden kann.
 Bislang gab es noch keine Hinweise auf eine zusätzliche
 Bedienung. Wir werden Ihre Anregung im Zuge der
 Aufstellung des Nahverkehrsplans berücksichtigen.
 Ihre RNV‐Moderation

Anmerkung des RNV:
 Wird im Nahverkehrsplan berücksichtigt.
 Der Fahrplan der Linie MR‐65 soll verstetigt werden.

 

In der finalen Fassung des Nahverkehrsplans auf Seite 145 finden sich nun die geplanten Veränderungen zum Status-Quo zur Line MR-65:

MR-65 Ausweitung der Betriebszeiten in den Abendstunden.
 Verstetigung des Angebots im Abschnitt zwischen Wetter-Treisbach
 und Biedenkopf.

Ja, Sie lesen richtig, …“zwischen Wetter-Treisbach und Biedenkopf“!

Amönau, Oberndorf und Warzenbach sollen also außen vor bleiben?

Seit Dezember gibt es trotzdem weitere Verbindungen, die allerdings für Berufspendler kaum nützlich sind. Die neue Abfahrt 16:57 Uhr liegt sicherlich vor der durchschnittlichen Rückfahrt vom Arbeitsplatz.
Das m. E. sehr attraktive „Durchbinden“ der Busverbindung 482 aus Marburg Innenstadt, jetzt MR-60, wurde leider nicht berücksichtigt (Erlenring 17:04 – Wetter 17:26).
Die Lücke zwischen den beiden Rufbus-Verbindungen besteht auch nach wie vor. Gerade diese ist absolut unverständlich. Hier könnte man ein zusätzliches Angebot um 19:50 Uhr machen. Die hohe Auslastung der Verbindungen 18:50 Uhr und 20:50 Uhr würde dies rechtfertigen und für Pendler aus FFM oder Kassel ist dies ein durchaus realistischer Rückreisezeitpunkt.

Ich werde diesbezüglich nachfragen und hier berichten.

 

Quellen:

Bahnhaltepunkt Todenhausen kommt!

Die Erwartungen derer, denen beim Lesen dieser Überschrift das Herz höher schlägt, muss ich hier leider dämpfen.

Der Haltepunkt kommt tatsächlich, vorerst jedoch nur für die Dauer eines Tages. Anlässlich des Hugenotten- und Waldensermarktes am 10. Juni macht die Kurhessenbahn wieder einen Sonderhalt in Todenhausen. Hier der Fahrplan. Fahrkarten können im Zug erworben werden.
Tipp für Radler: Im Rahmen des Stadtradelns wird von dort eine Rundtour über Mellnau und Münchhausen, hinauf zur Burg Mellnau und zum Christenberg starten. Die Strecke beträgt knapp 23 Kilometern und es geht um 10:30 Uhr los. Die Straßenverkehrsbehörde Wetter teilt übrigens mit, dass auf der B252 von Hausnummer 41 bis 24 die Einrichtung einer Tempo-30 km/h-Strecke vorgesehen wird.

Den Mehrwert, den ein Haltepunkt in Todenhausen für die Kombination Bahn und Fahrrad hätte, hatte ich im Rahmen des Radverkehrsforums einmal aufgezeigt:  Bahnhaltepunkt Todenhausen – Erschließung von Ortschaften für den Radverkehr

Aus dieser Perspektive sollten sich die Bewohner der dort aufgeführten Ortschaften ebenfalls für die Einrichtung stark machen. Die Todenhäuser stehen mit ihren Forderungen hier ziemlich alleine da und wünschen sich auch von der Politik mehr Unterstützung: OP-Artikel Todenhäuser fordern von Spanka Unterstützung

Leider konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen, was in der
Sitzung des Ausschusses für Bau und Umwelt in Wetter dazu gesagt wurde: TOP 5 Sachstand Bedarfshaltestelle Todenhausen und Niederwetter

Hat hier jemand Informationen?