Fahrradbus startet wieder am 2. Mai

Text: Stadtwerke Marburg

Ab Donnerstag, den 2. Mai, geht der Fahrradbus der Stadtwerke Marburg wieder an den Start.

Bereits seit Mai 2015 bieten die Stadtwerke mit der Linie F7 einen ganz besonderen Service an. Der Einsatz des Fahrradbusses zwischen Mai und September soll die Fahrradmitnahme für Berufstätige, Studierende, Radwanderer und Touristen auf die Lahnberge erleichtern. Auf dem Anhänger des Stadtwerke Fahrradbusses können alle Fahrgäste, die zum Universitätsklinikum auf die Lahnberge möchten und sich den steilen Anstieg mit ihrem Fahrrad ersparen wollen, ihre Fahrräder transportieren.

Der Fahrradbus fährt von montags bis freitags in der Zeit von 07:14 Uhr bis 09:14 Uhr stündlich. Er beginnt am Hauptbahnhof und fährt dann weiter über das Erwin-Piscator-Haus, Wilhelmsplatz, Frankfurter Straße und Südbahnhof und hält an den Haltestellen An der Schanze, Hölderlinstraße, Botanischer Garten, Hans-Meerwein-Straße und Universitäts-Klinikum auf die Lahnberge. Die Haltestellen, die vom Fahrradbus angefahren werden, sind mit einem Hinweisschild am Haltestellenmast gekennzeichnet. Fahrgäste benötigen für die Fahrt mit der Linie F7 einen gültigen RMV-Fahrschein. Die Fahrradmitnahme im Anhänger ist kostenlos.

Aus Versicherungsgründen müssen die Fahrgäste ihre Fahrräder selbst auf den An-hänger stellen, sichern und nach Beendigung der Fahrt wieder herunterheben. Das Verladen ist jedoch recht einfach: Seitenwand öffnen, Fahrrad reinschieben, Seitenwand schließen, fertig. Im Wechsel ist das Lenkrad der verschiedenen Räder in einer Versenkung oder oben untergebracht. Dadurch können die Lenker nicht gegeneinander schlagen. Zudem sind alle Fahrräder seitlich, jedes für sich und mit Abstand zueinander durch eine starke Polsterung gesichert. Für die Sicherheit der Fahrräder sorgt zudem eine Videoüberwachung, über die der Busfahrer die Räder auch während der Fahrt im Auge behalten kann.

Weitere Informationen zum Stadtwerke Fahrradbus und den Fahrplan der Linie F7 erhalten Fahrgäste unter www.stadtwerke-marburg.de, unter der Telefonnummer 06421 205 228 oder persönlich in der Mobilitätszentrale der Stadtwerke in der Weidenhäuser Straße 7, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.

 

(Foto: Stadtwerke Marburg, Sarah Möller)

Stadt Wetter nimmt an Meldeplattform teil

Screenshot aus IVM Newsletter

Als mittlerweile 7. Kommune im Landkreis nimmt nun auch die Stadt Wetter an der Meldeplattform Radverkehr teil.

Weiterhin gibt es Signale aus den Kommunen Weimar und Cölbe, sich möglicherweise ebenfalls zu beteiligen. Das Radverkehrsforum Marburg-Biedenkopf empfahl kürzlich die kreisweite Teilnahme an der Meldeplattform.
Die gesamte Radwegweisung mit Ausnahme der hessischen Fernradwege wird in
Zukunft vom Landkreis gepflegt. Alle eingehenden Meldungen, die dieses Thema betreffen, könnten dann zentral verwaltet werden.

Entschließt sich eine Kommune zur Teilnahme, so ist dies ein starkes Signal dafür, dass sie der Radverkehrsförderung eine angemessene Bedeutung beimisst. Die resultierenden Verbesserungen der Bedingungen für den Radverkehr fördern den Umstieg auf das Rad und Menschen, die ohnehin schon regelmäßig mit dem Rad unterwegs sind, erfahren eine größere Beachtung ihrer Belange.

Elementar ist, dass das Werkzeug in der Kommunalverwaltung auch Anwendung findet. Wichtig ist dabei, dass der „Melder“ eine zeitnahe Rückmeldung bekommt. Wenn diese ausbleibt, wird er das Instrument als wertlos erachten und nicht erneut nutzen.

Hier finden sie den Hinweis auf der Internetseite der Stadt Wetter:
https://www.wetter-hessen.de/Freizeit/Freizeitaktivitäten/Radfahren

 

Mehr zum Thema:
Artikel „Meldeplattform für den Radverkehr“
Artikel „Relaunch der Meldeplattform Radverkehr

 

Landkreis und RMV planen Fahrradabstellanlagen

Originalpressemitteilung des Landkreises Marburg-Biedenkopf:

– Um das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiter auszubauen und zu verbessern, planen der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) jetzt gemeinsam neue Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen im Kreis. RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat sowie Landrätin Kirsten Fründt und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow unterzeichneten am Mittwoch in Marburg einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Ziel der Zusammenarbeit zwischen Kreis und RMV ist es, Fahrradabstellanlagen zu erneuern oder, bei Bedarf, durch neue Anlagen zu ergänzen. Der Vertrag regelt jetzt die notwendigen Planungsschritte.

„Das Fahrrad gewinnt als Verkehrsmittel im Alltag zunehmend an Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass wir verschiedene Verkehrsangebote, wie beispielsweise ÖPNV und Fahrrad, sinnvoll miteinander vernetzen und attraktive Rahmenbedingungen schaffen“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest.

„Gerade auf kurzen Wegen ist das Fahrrad die ideale Ergänzung zu unserem Zugangebot. Die komplette Ausstattung aller Bahnhöfe mit Fahrradabstellanlagen hat Vorbildcharakter für das RMV-Gebiet, weswegen wir das Projekt gerne unterstützen“, betonte RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

„Zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes ist es wichtig, dass die gesamte Wegekette optimal und attraktiv gestaltet wird“, ergänzte der Erste Kreisbeigeordnete. Vorhandene Fahrradabstellanlagen seien häufig veraltet oder nur in geringer Anzahl vorhanden, so Zachow. Auch der Aspekt der zunehmenden Nutzung von Elektro-Fahrrädern müsse mitgedacht werden.

Im Rahmen der jetzt vereinbarten Zusammenarbeit soll die Planung weiter vorangetrieben werden. „Die Basis muss immer eine belastbare Planung sein“, unterstrich Landrätin Fründt. Kreis und RMV rechnen mit Planungskosten von rund 65.000 Euro, die zwischen den Vertragspartnern aufgeteilt werden.

Im Vorfeld hat der Radverkehrsplaner des Kreises, Thomas Meyer, ein Kataster mit 17 möglichen Standorten erstellt. Meyer hat im Vorfeld die Bahnhöfe im Kreis unter die Lupe genommen und unter dem Aspekt der Fahrrad-Nutzung begutachtet. „Wir haben uns zunächst die Frage gestellt, ob es dort schon Fahrradabstellanlagen gibt und ob sie den aktuellen Nutzungsstandards entsprechen“, erläuterte Meyer seine Analyse. Dazu habe auch die Feststellung gehört, ob an den Bahnhöfen viele Fahrräder abgestellt werden und welche Bedeutung der Bahnhof im RMV-Netz hat. „Auch musste geklärt werden, wem mögliche Standortflächen gehören“, so Meyer.

Nach Abschluss der Planungen soll, auch in enger Abstimmung mit den zuständigen Kommunen, an zunächst 17 Bahnhöfen, wo nach Einschätzung des Experten Bedarf und Möglichkeiten bestehen, ein angemessenes Angebot geschaffen werden: überdachte Fahrradabstellanlagen in unmittelbarem Umfeld zu den Bahnsteigen und, möglicherweise auch ein Angebot für abschließbare Stellplätze, Fahrradboxen oder Sammelschließanlagen.

Mögliche Standorte, die der Radverkehrsplaner im Kreis identifiziert hat, sind in Wetter, Sarnau, Goßfelden, Sterzhausen, Caldern, Buchenau, Friedensdorf, Neustadt, Stadtallendorf, Kirchhain, Anzefahr, Bürgeln, Cölbe, Marburg (Hauptbahnhof, Ostseite), Marburg Süd, Niederweimar und Fronhausen.

Wirtschaftsministerium antwortet endlich – und auch nicht!

Eher der Form halber möchte ich die Antwort des Wirtschaftsministeriums zum Thema Rückbau von Forstwegen nicht vorenthalten.

Hier das Schreiben:

 

Bisherige Artikel zu dem Thema:

http://www.burgwaldregion-mobil.de/2018/07/04/fahrradrouten-in-hessen-werden-zurueckgebaut/

http://www.burgwaldregion-mobil.de/2018/08/15/antwort-vom-hessischen-umweltministerium-rueckbau-asphaltierter-forstwege/

Wie fahrradfreundlich ist die Region? …Ihre Meinung zählt!

Ab 01.September können Sie Ihre Gemeinde oder Stadt öffentlichkeitswirksam bewerten!

Vom 01.September bis zum 30.November läuft die Umfrage „ADFC-Fahrradklima-Test 2018“.
Der Fahrrad-Club ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium wieder
Radfahrende dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test soll helfen, die Stärken und Schwächen der Bedingungen für den Radverkehr zu erkennen. In diesem Jahr ist Familienfreundlichkeit des Radverkehrs ein Schwerpunktthema.

In der letzten Befragung (2016) hat im Landkreis Marburg-Biedenkopf außer Marburg leider keine andere Stadt die mindestens erforderliche Menge von 50 Teilnehmern erreicht um in die Auswertung zu kommen. Ergebnisse 2016 in einer Karte

Bitte beteiligen Sie sich an der Umfrage und ermuntern Sie befreundete Radfahrende ebenfalls teilzunehmen.
Die überwiegende Zahl der Entscheidungsträger in der der Region nehmen das Thema Radverkehr immer noch nicht richtig ernst.

Zeigen Sie Ihnen die Defizite auf!

In Marburg haben miserable Umfrageergebnisse aus dem Jahr 2014 eine sehr hohe Beachtung gefunden. Schon zwei Jahre später wurden punktuelle Fördermaßnahmen des Magistrats von den Radfahrenden bei der Bewertung honoriert und Marburg ergatterte einen Aufsteigerpreis!

Also mitmachen ab 01. September unter https://www.fahrradklima-test.de/

Sperrung der Radroute zwischen Todenhausen und Amönau

die Stadt Wetter teilt mit, dass der Wirtschaftsweg zwischen Todenhausen und Amönau im Zeitraum 23. August bis 07. September 2018 voll gesperrt ist.

Als Grund für die Sperrung ist der Rückbau mehrerer Behelfsbrücken genannt.

Ich habe mir das vor Ort angeschaut. Betroffen sind die Brücken über die Wetschaft und den Mühlgraben. Das bedeutet für den Radverkehr, dass der Lahn-Eder-Radweg von Amönau aus über diesen Weg (Am Riedtor) weiterhin erreichbar ist. Wer mit dem Rad nach Todenhausen will, fährt am besten kurz vor der Baustelle nach links auf den Feldweg Richtung Untersimtshausen. Der Weg ist gut befahrbar und am nördlichen Ende von Todenhausen befindet sich ein weiterer Bahnübergang.

 

Wie zu erwarten, hatte man den Radverkehr mal wieder nicht im Blick und auf einen Hinweis für die Umfahrmöglichkeit verzichtet. Das ist sehr ärgerlich, da hier auch die Radroute vom Lahn-Eder-Radweg ausgehend Richtung Mellnau verläuft.

Radverkehr ernst nehmen? Hier nicht!

https://www.wetter-hessen.de/Infrastruktur/Verkehr/Baustellen-Absperrungen-und-Umleitungen/Sperrung-Wirtschaftsweg-Tdh-Am%C3%B6n-.php

Antwort vom hessischen Umweltministerium – Rückbau asphaltierter Forstwege

Vom hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Priska Hinz) habe ich inzwischen eine Antwort auf meine Anfrage erhalten.

Leider geht man hier fast ausschließlich auf den „Marburger Fall“ ein.
Mir ging es aber eben gerade darum, die hessenweiten Auswirkungen der Handlungsmaxime von HessenForst aufzuzeigen und den Widerspruch zu den Bestrebungen den Radverkehr zu fördern, zu skizzieren.
Man hätte meine Anfrage halt komplett lesen müssen um das zu verstehen, na ja.
Überhaupt wirkt das Antwortschreiben irgendwie „recycled“, d. h. dass es wahrscheinlich in ähnlicher Form am die genannten Marburger Politiker und Aktiven ging.

Aber was steht denn nun drin in der Antwort?

In großen Teilen nichts Neues. Es geht um die eigentliche Zweckbestimmung von Waldwegen, wie es das hessische Waldgesetz vorsieht.
Es wird grundsätzliche Gesprächsbereitschaft bzgl. der Wege auf den Lahnbergen signalisert.
Die Maßnahme am Hans-Helmut-Paul-Weg wird wohl aus finanziellen Gründen bis 2019 zurückgestellt.

Ein kleiner Satz hat mich aber dann doch aufhorchen lassen. In Bezug auf die Zweckbestimmung und den Status von Waldwegen heißt es hier:

Anderes würde nur gelten, wenn Waldwege im Sinne verkehrsrechtlicher Vorschriften als offizielle Radwege gewidmet würden und dann der zuständige Verkehrsträger (wie hier Ihre Stadt) verfahrensmäßig die Zuständigkeit für Ausbau, Unterhalt und Verkehrssicherheit als Radverkehrsweg übernähme.

Wer so etwas schreibt, scheint sich ja einer solchen Lösung nicht grundsätzlich zu verschließen.
Und genau hier müsste man ansetzen!
Dann hängt es nämlich vorwiegend am Geld und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung wäre mit dem Auftrag der Radverkehrsförderung am Zuge hier finanzielle Hilfen in Aussicht zu stellen!
Von dieser Stelle habe ich übrigens auch nach zweiter Anfrage bisher keinerlei Rückmeldung erhalten!

Also Herr Al-Wazir, kaufen Sie doch Frau Hinz mal ein paar Waldwege ab und schenken Sie sie den Radfahrern! Die hätten es verdient!

 

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Interessenkonflikt beim Rückbau asphaltierter Forstwege – Brief an die hessischen Ministerien

Über das Verhalten von Hessen Forst bzgl. Rückbau von asphaltierten Forstwegen wurde hier berichtet.

Was die aktuellen Auswirkungen in Marburg betrifft, gibt es bereits massiven Widerstand.

Zum Beispiel:

Da es aber nur eine Frage der Zeit ist, dass in der Region der nächste Wald-(Radweg) an der Reihe ist wollte ich darauf aufmerksam machen, das hier ein gravierender Interessenkonflikt für ganz Hessen besteht. Aus den Landesverbänden des ADFC oder des VCD hört man zu dem Thema leider gar nichts. Daher habe ich einen Brief an die hessischen Ministerien geschickt.

Hier der Brief: Interessenkonflikt beim Rückbau asphaltierter Forstwege

 

Ministerien:
1. Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, (Tarek Al-Wazir)
2. Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, (Priska Hinz)

Ich bin gespannt auf die Antwort!