Mitnahmebank zum Christenberg

In Münchhausen gibt es jetzt eine Mitnahmebank auf dem Weg zum Christenberg. Das ist sicherlich eine Strecke auf der das Konzept einer Mitnahmebank gut funktioniert. Gerade für ältere Menschen aus Münchhausen entsteht dadurch die Möglichkeit zu einem Gaststättenbesuch ohne vorher eine Fahrgelegenheit organisieren zu müssen.

e-Bike Gruppe organisiert sich in Amönau

Unter der Federführung von Kurt Muth aus Amönau organisieren sich aktuell Pedelec-Fahrer/innen aus der näheren Umgebung.
Die Initiatoren möchten in der Gruppe gemeinsame Fahrten durchführen und sich darüber hinaus den besonderen Anforderungen des Pedelec-Fahrens stellen.

So sollen Themen wie Technik und Tourenplanung behandelt, so wie auch die Fahrsicherheit gefördert werden. Auch wenn sich die Initiative im Bereich des Freizeitradelns bewegt, dürfte sie sicherlich auch einen Beitrag dazu leisten, dass das Pedelec in Folge auch verstärkt im Alltag genutzt wird. Mit zunehmender Fahrsicherheit und dem Kennenlernen geeigneter Wege sinkt die Hemmschwelle, das Pedelec auch mal zum Einkaufen oder dem Weg zu Arbeit zu benutzen.
Das Angebot richtet sich sowohl an geübte, so wie auch an ungeübte Fahrer/innen aus der Region. Aber auch Menschen ohne Fahrrad oder Pedelec können sich an die Gruppe wenden um sich z. B. vor dem Kauf eines Rades zu informieren oder mal eine Probefahrt zu machen.

Bei Interesse können sie unter folgendem Link Kontakt zur Gruppe aufnehmen.
Dort finden sie auch interessante Links zu weiteren Informationen rund ums Pedelec-Fahren:

http://www.amoenau.de/vereine-und-institutionen-und-terminkalender/e-bike-gruppe/

VerkehrsWetterbericht – ÖPNV

Für „Umsteiger oder Welche die es werden wollen“ wird von Seiten der Kommunen viel zu wenig Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Werbung machen für Nutzung von Bus und Bahn bleibt weitgehend den Verkehrsträgern überlassen. Dabei könnten die Kommunen und Städte sehr viel gezielter werben, z. B. mit einem Statement wie diesem:

Wie soll ich ohne Auto Nachts um halb eins von Marburg zurück nach Treisbach kommen? Mit dem Bus natürlich ...und zwar in 30 Minuten!

Wir haben die Stadtverwaltung Wetter z. B. im Januar 2018 auf die deutliche Ausweitung der Verbindungen im Spätverkehr aufmerksam gemacht und gefragt, was sie beabsichtigt zu tun, um diese neuen Optionen ihren Bürgern auch bekannt zu machen. Die Reaktion war ein 2 mal 5 Zentimeter großer einmaliger Hinweis im Amtsblättchen. Das ist nun wirklich KEINE wirksame Form der Öffentlichkeitsarbeit!

Auch die örtliche Infrastruktur signalisiert nicht gerade, dass Busfahren eine echte Alternative zum eigenen Auto ist. Das Fahrgastwartehäuschen in Amönau Kalkwerk sieht seit Jahren so aus, als würde hier schon lange keine Bus mehr halten!

 

Die Aushangfahrpläne an der Haltestelle Banhnhofstraße sind dauerhaft vertauscht und das dort kaputtgefahrene Fahrgastwartehäuschen wurde über Monate nicht ersetzt…

Man könnte die Liste noch ein bisschen fortsetzen aber sieht man da etwa Licht am Horizont? Im Wetteraner Boten erschien kürzlich ein Statement des Fachdienstes „Stadtmarketing und Seniorenarbeit“, sowie ein tabellarischer Busfahrplan. Wir rätseln hier noch ein bisschen über die Aussagekraft diese Busfahrplans. Hier sind die Fahrten der Linien 60, 61 und 65 örtlich auf Wetter und die Stadtteile, sowie zeitlich auf die Fahrten von Mo.-Fr. (Vormittags) eingeschränkt, dargestellt. Erst einmal keine schlechte Idee um eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen.
Statement und Busfahrplan im Wetteraner Boten hier klicken

Irritiert hat uns jedoch die große Überschrift „ENTWURF“. Wir dachten erst, dass hier die Vorschläge für eine Verdichtung des Taktes eingearbeitet sein könnten. Aber weit gefehlt! Bei Überprüfung stellten wir fest, das die Pläne sogar veraltet und somit teilweise falsch sind! Alle Fahrplanänderungen vom 25.02.2019 sind nicht berücksichtigt. Die korrekten Fahrpläne finden sie hierhttps://www.rnv-mobil.de/fahrplaene/busverkehre/
Eine Legende fehlt außerdem, so dass sich die Bedeutung der Abkürzungen in der Zeile „Verkehrsbeschränkung“ nicht erschließt.

Liebe Stadt Wetter!
Den Fahrgast, der sich aufgrund ihrer Veröffentlichung entschließt erstmals mit dem Bus zu fahren und um 07:20 Uhr in Todenhausen an der Haltestelle steht und auf den Bus nach Wetter wartet, der jedoch schon um 07:14 Uhr abfuhr, haben sie als“Umsteiger“ möglicherweise dauerhaft verloren!

Offensichtlich gibt es also Bestrebungen, die Taktung des Busverkehrs zwischen Wetter und den Stadtteilen zu verdichten. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit dem den lokalen Verkehrsträgern geschehen.

In Gesprächen mit der Geschäftsführung der ALV
Oberhessen wurde klar, dass es bei Bedarf auch noch
zusätzliche freie Buskapazitäten gibt. Diese Buskapazi-
täten sollte man sich zu Nutze machen und das Know-
How der ALV Oberhessen nutzen, bevor man als
Kommune eigenständig einen Kleinbus anschafft und
ggf. ehrenamtlich tätigen Menschen die verantwortungs-
volle Aufgabe der Personenbeförderung überträgt.

Das ist sicherlich die richtige Einstellung. Obwohl die Akzeptanz der Bürgerbusse sich gerade gut entwickelt: Der ÖPNV ist öffentliche Daseinsvorsorge und gehört nicht in ehrenamtliche Hand. Ehrenamtliche könnte man gut einsetzen um Menschen die Nutzung des ÖPNV durch ein kostenloses Mobilitätstrainings nahe zu bringen.

Im Wetteraner Statement werden als Zielgruppen namentlich Seniorinnen und Senioren, sowie Schülerinnen und Schüler angesprochen. Man kann nur hoffen, dass man bei der Thematik auch an Berufspendler denkt, da diese einen großen Anteil am Verkehrsaufkommen haben.

Fraglich ist, wie das zusätzliche Angebot eigentlich finanziert werden soll!

Lobenswert ist natürlich das Angebot zur Bürgerbeteiligung:

Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche haben
oder Kritik äußern möchten, dann schreiben Sie uns.
Wir sind interessiert an Ihrer Meinung.
stadtmarketing@wetter-hessen.de
Tel. 06423 / 82 41

 

Update 06.03.19:

Der Fachdienst der Stadt Wetter teilte am 04.03.19. auf Nachfrage mit, dass die Überschrift „Entwurf“ ein Versehen war.
Die Busfahrpläne seien Mitte Februar zugeliefert worden und man prüfe nun noch einmal deren Aktualität.

Die positive Nachricht:
Man beabsichtigt, zukünftig regelmäßig die Bürgerinnen und Bürger über die Busverbindungen zu informieren
und man sieht bzgl. den Veröffentlichungen auch noch Verbesserungsbedarf.

Wie Sie 105 + X Jahre alt werden

Karoline Stowasser auf aus Fellingshausen blickt auf 105 Lebensjahre zurück. In einem Interview mit der Oberhessischen Presse beantwortet sie die Frage nach dem Geheimnis für ein langes Leben. Das könne sie eigentlich nicht genau sagen. Außer:

„… „Ich hab immer gesunde Sachen aus unserem Garten gegessen und mich viel bewegt.“ Ein Auto hätte sie nie besessen, alles zu Fuß oder mit dem Rad erledigt. Mit dem Viehwagen sei sie oft nach Rodheim oder Gießen gefahren, um zum Beispiel Äpfel pressen zu lassen…“

Ich finde, sie hat einen sehr berechtigten Verdacht! In diesem Sinne: Rauf aufs Rad und täglich einen Apfel!

Lesetipp zum Thema öffentliches Verkehrsangebot im ländlichen Raum

 

[Diskussionsbaustein] Welche Rolle können Genossenschaften bei der Bereitstellung öffentlicher Verkehre in ländlichen Räumen spielen?

 

Ich habe heute einen Kommentar zu dieser Diskussion verfasst, da ich hier grundlegende Annahmen nicht teilen kann.

Hallo Herr Randelhoff,

sie möchten ihr Modell nicht aus Sicht des heutigen Rechtsrahmens entwickelt wissen, da sie diesen für veränderbar erachten. Das halte ich für einen zukunftsfähigen Ansatz!

Dessen ungeachtet bauen sie in der Herleitung des Modells auf Größen und Werte die meiner Meinung nach ebenfalls nicht unveränderlich sind?

Schon in der Einleitung verweisen sie auf die "steigenden Pkw-Verfügbarkeit" als Grund für die mangelnde Auslastung des bestehenden ÖPNV-Angebotes.
Ist das im Angesicht der Probleme, die diese Verkehrsart verursacht tatsächlich eine feste Größe? Ich hoffe nicht!

Auch das Bedürfnis nach höchster Flexibilität möchte ich nicht unbedingt als Richtschnur für die Mobilität von Morgen wissen.
Ich denke, was den allgemeinen Lebensstil betrifft, würde es allen nützen, wenn man das Leben eher nach den Möglichkeiten plant, Restriktionen akzeptiert und nicht versucht durch ungebändigte Ausschöpfung aller Ressourcen das Maximale zu erreichen.
Das widerspricht momentan noch dem Zwang der Tatsachen, aber wer kennt schon die Zukunft! (-;

Geringe Auslastung und Unterfinanzierung

Wie sähe es mit diesen "Tatsachen" aus, wenn der motorisierte Individualverkehr nicht mehr im heutigem Maße durch die Allgemeinheit (und zukünftige Generationen) subventioniert würde? 
Schlechte Ökobilanzen des ÖPNV durch das Transportieren von Luft würden zumindest für das Gesamtnetz deutlich besser werden und Geld wäre dann auch vorhanden!

Grundsätzlich finde ich die Idee, Kapazitäten von z. B. Lieferdiensten zu nutzen interessant.
Die eiern den ganzen Tag durch die Gegend und könnten gut jemanden mitnehmen.
Wenn ich mir aber den Fahrstil betrachte habe ich schon keine Lust mehr einzusteigen. Es stellt sich allgemein die Frage nach der notwendigen Qualifikation zu Personenbeförderung.

PS:
Ist "Gefäß" wirklich ein passender Begriff in der Personenbeförderung?
Ich finde es etwas entwürdigend, als Transportgut eingestuft zu werden.

Der neue RMV Fahrplan

Über die Änderungen im Bahnverkehr auf der Linie RB 42 berichtete ich ja bereits an dieser Stelle.

Hier nun die endgültige Vergleichstabelle für die Relation Marburg-Wetter vor dem Fahrplanwechsel (orange) und nach dem Fahrplanwechsel (grün) jetzt auch mit den neuen Busverbindungen. Der neue RMV Fahrplan weiterlesen

Neues von der RB 42

Bei der Kurhessenbahn, dem Verkehrs- und Infrastrukturbetreiber der Linie RB 42 (Marburg <> Frankenberg <> Korbach <> Brilon Stadt) ist zur Zeit einiges in Bewegung. Kürzlich gewann sie die Ausschreibung für die Erbringung der Verkehrsleistungen für die nächsten 15 Jahre. Meines Erachtens eine erfreuliche Tatsache, da die Weichen hier tendenziell auf Ausbau und Erweiterung stehen. Neues von der RB 42 weiterlesen

Busverkehr soll nachtaktiver und niedrigschwelliger werden

Die ALV Oberhessen gewinnt die obligatorische Ausschreibung für den Busverkehr in den Bereichen Nord und Südost im Landkreis und kündigt an, dass sie im Ebsdorfergrund eine Mehrleistung von 300000 Kilometer erbringen wird.

Bemerkenswert hierbei ist, das der Nahverkehrsplan 2018 – 2022 bis dato noch nicht verabschiedet ist. Das bedeutet, das die Kilometerleistung vorab fest stand und die Beteiligung der Gremien und Bürger offensichtlich keinen Einfluss darauf hatten.

Über die Bürgerbeteiligung wurde auf dieser Seite berichtet: http://www.burgwaldregion-mobil.de/2017/07/12/wetteraner-fordern-spaetverkehr/

Die gute Nachricht:
Udo Diel, Busunternehmer und Geschäftsführer des ALV verrät in einem Interview mit der Oberhessischen Presse schon mal, dass der Busverkehr „nachtaktiver“ werden soll. Was das konkret bedeutet, wird die Öffentlichkeit wohl erst erfahren, wenn der NVP offiziell vom Kreistag beschlossen wurde. Der Termin dafür ist November 2017.

Über das Nahverkehrsangebot sollten künftig vier ehrenamtliche Mobilitätsbeauftragte informieren.

Mit dem Einsatz dieser ehrenamtlichen Mobilitätsberater soll der Kundenservice verbessern werden und den Menschen, denen Bus und Bahn fremd geworden sind, der ÖPNV wieder näher gebracht werden, so der ÖPNV-Dezernent Marian Zachow. „Gerade der älteren Generation soll so die Orientierung bei der ÖPNV-Nutzung erleichtert und Einkaufsfahrten, Arztbesuche und ähnliches vereinfacht werden“