ÖPNV-Fahrzeitverkürzung per Mausklick

Wie komme ich mit dem ÖPNV von einem der Wetteraner Stadtteile nach Marburg oder Frankenberg? Na ist doch logisch: Mit dem Bus bis zum Bahnhof in Wetter und dann weiter mit der Bahn.

Wer dies zum ersten mal in Erwägung zieht, weil er das Auto mal stehen lassen will oder weil er zu den Glücklichen gehört, die ein RMV-Jahresticket geschenkt bekommen, könnte diesen Plan aber schon schnell wieder aufgeben. Und zwar noch am heimischen Computer, während er nachschaut, wie diese Verbindung denn eigentlich funktioniert. In der Fahrplanauskunft des RMV oder der Bahn gibt der willige Mensch hoffnungsvoll den Start und Zielort seiner Expedition ein, z. B. Wetter-Amönau nach Marburg (Distanz ca. 20 Km).

Das Ergebnis welches er zu sehen bekommt, wird ihn womöglich darin bestätigen was er schon immer gewusst hat: „Bus und Bahn ist KEINE Alternative!“.
Er sieht nämlich je nach gewähltem Reisezeitpunkt dies hier:

Noch deutlicher wird es, wenn man als Ziel den Bahnhof Wetter angibt (Distanz ca. 4 Km):

Im Detail sieht die erste Verbindung dann so aus:

Fast zwei Stunden Reisezeit mit zwei Umstiegen für 4 Km!
Sind die Verbindungen mit dem ÖPNV wirklich so schlecht?
Nein, ganz und gar nicht!

So geht es zum Beispiel auch:

Im Detail sehen diese Verbindungen dann so aus:

Aus fast zwei Stunden mit zwei Umstiegen werden plötzlich 12 Minuten ohne Umstieg aber mit 8 Minuten Fußmarsch. In der Zeit des Schülerverkehrs fahren die Busse (hier die Linie 65) nämlich dummerweise nicht bis direkt zum Bahnhof. Es wird jedoch eine Haltestelle in fußläufiger Nähe zum Bahnhof angefahren. Diese Auskunft bekommt man aber nur wenn man Folgendes tut: Sie müssen in der Verbindungssuche den Haken bei „Alternative Haltestellen an Start und Ziel erlauben“ setzen. Also nur etwas für Leute mit dem sogenannten „Fahrgastabitur“!

Wenn sie jetzt denken, „OK, dann  mache ich eben immer das Häkchen…“, dann hilft ihnen das leider auch nicht für eine Verbindung von Amönau nach Marburg, da die Option sich eben nur auf Start und Ziel auswirkt und nicht auf Umstiege. Man kann darüber streiten, ob die Verbindungssuche sich hier schlau verhält. Nach Aussage des RMV, liegt das Problem an fehlende Informationen in der Datenbank der Reiseauskunft. Der Fußweg ist nach Auskunft des RMV-Support  nicht für Umstiege in der Datenbank hinterlegt. Datenlieferanten seien neben den Fachabteilung des RMV auch die lokalen Aufgabenträger vor Ort.
Hier der Verlauf der Korrespondenz: Fusswege im RMV

An dieser Stelle darf man übrigens einmal hervorragenden Support des RMV loben. Hier bekommt man schnell und persönlich eine Antwort auf Fragen. Zumindest war es in diesem Fall so.

Was hier wie eine Kleinigkeit erscheint, hat beachtliche Auswirkungen. Gerade in Bezug auf „Umsteiger“ kann so etwas schnell dazu führen, dass es eben nicht zum Umstieg kommt. Das können wir uns eigentlich nicht leisten!
Der Datenlieferant dürfte in diesem Fall der RNV sein, den wir bitten werden, den Fussweg einpflegen zu lassen und zu prüfen, bei welchen Relationen im Landkreis eventuell das gleiche Problem besteht.

Apropos „Umsteiger oder Welche die es werden wollen“: Hier wird von Seiten der Kommunen z. B. in Wetter viel zu wenig Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
Lesen Sie dazu folgende Artikel: VerkehrsWetterbericht – ÖPNV

Wie Sie 105 + X Jahre alt werden

Karoline Stowasser auf aus Fellingshausen blickt auf 105 Lebensjahre zurück. In einem Interview mit der Oberhessischen Presse beantwortet sie die Frage nach dem Geheimnis für ein langes Leben. Das könne sie eigentlich nicht genau sagen. Außer:

„… „Ich hab immer gesunde Sachen aus unserem Garten gegessen und mich viel bewegt.“ Ein Auto hätte sie nie besessen, alles zu Fuß oder mit dem Rad erledigt. Mit dem Viehwagen sei sie oft nach Rodheim oder Gießen gefahren, um zum Beispiel Äpfel pressen zu lassen…“

Ich finde, sie hat einen sehr berechtigten Verdacht! In diesem Sinne: Rauf aufs Rad und täglich einen Apfel!

Verkehrspolitische Kunstwerke

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Nach dem goldenen VW-Käfer als heilige Kuh der Nation, hat sich nun ein silberner aber ganz und gar unedler Ritter dazugesellt.
Unedel, da er offensichtlich mutwillig den kleinen Fußgänger totfahren will, der vor ihm aufgestellt ist. Verkehrspolitische Kunstwerke weiterlesen