Neue Bedingungen zur Fahrradmitnahme in der Bahn

Seit dem 1. August 2019 gelten in Zügen der Deutschen Bahn AG neue Bedingungen für die Mitnahme von Fahrrädern, Pedelecs und Anhängern. Teils enthalten sie Klarstellungen, teils Erleichterungen, aber auch Einschränkungen für Lastenräder.

Eine Zusammenfassung gibt es hier: Neue Bedingungen zur Fahrradmitnahme in der Bahn | Fahrradportal

Weitere Infos:

Titelbild: Deutsche Bahn AG

Unveröffentlichte Studie zur Reaktivierung von Schienenstrecken

Im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung (MKS) wurde eine Studie zu den den Kosten und den Potenzialen zur Treibhausgasminderung bei Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken insbesondere für den Personennahverkehr erstellt. Die Studie zeigt laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dass Investitionen in die Reaktivierung von Schienenstrecken lohnend sind – auch für den Klimaschutz.

Wir haben diese Studie angefragt und folgende Antwort erhalten:

...Die Studie der MKS zur Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken liegt im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vor. Derzeit wird eine Veröffentlichung im Haus geprüft. Das laufende Prüfverfahren ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen...

Laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V.  könnten bundesweit mehr als 3000 Kilometer stillgelegter Gleise mit vertretbarem Aufwand reaktiviert werden. Hier die Veröffentlichung inclusive einer Deutschlandkarte mit den Strecken:
https://www.vdv.de/vdv-reaktivierung-von-eisenbahnstrecken.pdfx

 

Titelbild: Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger

Beschäftigte der Stadt Marburg fahren kostenlos

Die Stadt Marburg erweitert ab August das Jobticket, das sie ihren Mitarbeiter*innen zur Verfügung stellt. Mit dem neuen Jobticket können alle Beschäftigten der Stadt im gesamten RMV-Gebiet kostenlos den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen – und abends sowie am Wochenende eine erwachsene Begleitperson sowie Kinder kostenlos mitnehmen.

Weitere Infos: https://www.marburg.de/portal/meldungen/stadt-erweitert-jobticket-fuer-mitarbeiter-innen-900005548-23001.html?rubrik=900000004

RMV – Fußweg in Wetter vom Untertor zum Bahnhof eingepflegt

Bezieht sich auf den Beitrag „ÖPNV-Fahrzeitverkürzung per Mausklick

Mittlerweile wurde der besagte Fußweg in die Datenbank eingepflegt. Damit wird dieser nun in der RMV-Fahrplanauskunft als Verbindung und Umstiegsbeziehung berücksichtigt.

Jetzt sieht das Suchergebnis schon viel attraktiver aus!

Auskunft früher:

Auskunft heute:

 

Die Eingabe haben wir beim „Regionalen Nahverkehrsverband Marburg-Biedenkopf“ getätigt und weiterhin folgende Rückmeldung bekommen:

…vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Fußweg von Wetter (Untertor) nach Wetter (Bahnhof) einpflegen lassen. Dies hat zur Folge, dass dies in der RMV-Fahrplanauskunft nun als Verbindung und Umstiegsbeziehung berücksichtigt wird. Vergleichbare Relationen im Landkreis sind uns nicht bekannt. Wenn wir – beispielsweise durch Fahrgasthinweise – auf solche Fälle aufmerksam gemacht werden, werden wir auch künftig darauf reagieren und die Datenbank entsprechend anpassen.

Sollten Sie also ähnliche Fälle in der Fahrplanauskunft finden, wenden Sie sich bitte an uns. Wir leiten die Anfrage weiter oder nennen Ihnen den richtigen Ansprechpartner.

Hier hatten wir das Problem ausführlich beschrieben:
https://www.burgwaldregion-mobil.de/2019/03/03/oepnv-fahrzeitverkuerzung-per-mausklick/

Anradeln mit der Kurhessenbahn am 19. Mai

Startschuss in die Fahrradsaison – am Sonntag, 19. Mai 2019

Am Sonntag, 19. Mai startet die Kurhessenbahn gemeinsam mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH mit einer Wette in die Fahrradsaison. Aufgabe der Landrätin Kirsten Fründt ist es, mindestens 50 Radfahrer zum Startpunkt der Radtour nach Biedenkopf Bahnhof zu locken.

10:45 Uhr Beginn mit einem kleinen Imbiss am Bahnhof Biedenkopf
11:15 Uhr Beginn der Rotary-Hinterland-Tour (28 km)
13:30 Uhr Gemütlicher Ausklang mit regionalem Imbiss und Austragung der Wette am Bahnhof Friedensdorf

Damit Sie gestärkt in die Pedale treten können, gibt es schon am Startort, dem Bahnhof in Biedenkopf, einen kleinen Imbiss ab 10:45 Uhr. Von hier aus beginnt um 11:15 Uhr die Rotary-Hinterland-Tour, die auf teilweise befestigten, teilweise naturbelassenen Radwegen durch den Naturpark Lahn-Dill-Bergland führt. An Biedenkopf vorbeiradelnd genießen Sie zunächst den Blick auf die Altstadt und das darüber gelegene Landgrafenschloss. Durch den Wald führt die Tour weiter zum Perfstausee und ein kurzes Stück an dessen Ufer entlang.

Am Ende der Tour gibt es in Friedensdorf einen gemütlichen Ausklang mit einem regionalen Imbiss, den Sie gegen einen kleinen Obolus erwerben können. Gegen 13:30 Uhr wird hier auch die traditionelle Wette zwischen der Landrätin Kirsten Fründt und der Kurhessenbahn ausgetragen: Zählt die Landrätin mindestens 50 Radelnde beim diesjährigen Anradeln, so investiert die Kurhessenbahn in die Region.
Wird die Landrätin gewinnen? Sind Sie dabei?

Quelle und Titelbild: kurhessenbahn.de

Fahrradbus startet wieder am 2. Mai

Text: Stadtwerke Marburg

Ab Donnerstag, den 2. Mai, geht der Fahrradbus der Stadtwerke Marburg wieder an den Start.

Bereits seit Mai 2015 bieten die Stadtwerke mit der Linie F7 einen ganz besonderen Service an. Der Einsatz des Fahrradbusses zwischen Mai und September soll die Fahrradmitnahme für Berufstätige, Studierende, Radwanderer und Touristen auf die Lahnberge erleichtern. Auf dem Anhänger des Stadtwerke Fahrradbusses können alle Fahrgäste, die zum Universitätsklinikum auf die Lahnberge möchten und sich den steilen Anstieg mit ihrem Fahrrad ersparen wollen, ihre Fahrräder transportieren.

Der Fahrradbus fährt von montags bis freitags in der Zeit von 07:14 Uhr bis 09:14 Uhr stündlich. Er beginnt am Hauptbahnhof und fährt dann weiter über das Erwin-Piscator-Haus, Wilhelmsplatz, Frankfurter Straße und Südbahnhof und hält an den Haltestellen An der Schanze, Hölderlinstraße, Botanischer Garten, Hans-Meerwein-Straße und Universitäts-Klinikum auf die Lahnberge. Die Haltestellen, die vom Fahrradbus angefahren werden, sind mit einem Hinweisschild am Haltestellenmast gekennzeichnet. Fahrgäste benötigen für die Fahrt mit der Linie F7 einen gültigen RMV-Fahrschein. Die Fahrradmitnahme im Anhänger ist kostenlos.

Aus Versicherungsgründen müssen die Fahrgäste ihre Fahrräder selbst auf den An-hänger stellen, sichern und nach Beendigung der Fahrt wieder herunterheben. Das Verladen ist jedoch recht einfach: Seitenwand öffnen, Fahrrad reinschieben, Seitenwand schließen, fertig. Im Wechsel ist das Lenkrad der verschiedenen Räder in einer Versenkung oder oben untergebracht. Dadurch können die Lenker nicht gegeneinander schlagen. Zudem sind alle Fahrräder seitlich, jedes für sich und mit Abstand zueinander durch eine starke Polsterung gesichert. Für die Sicherheit der Fahrräder sorgt zudem eine Videoüberwachung, über die der Busfahrer die Räder auch während der Fahrt im Auge behalten kann.

Weitere Informationen zum Stadtwerke Fahrradbus und den Fahrplan der Linie F7 erhalten Fahrgäste unter www.stadtwerke-marburg.de, unter der Telefonnummer 06421 205 228 oder persönlich in der Mobilitätszentrale der Stadtwerke in der Weidenhäuser Straße 7, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.

 

(Foto: Stadtwerke Marburg, Sarah Möller)

Landkreis und RMV planen Fahrradabstellanlagen

Originalpressemitteilung des Landkreises Marburg-Biedenkopf:

– Um das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiter auszubauen und zu verbessern, planen der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) jetzt gemeinsam neue Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen im Kreis. RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat sowie Landrätin Kirsten Fründt und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow unterzeichneten am Mittwoch in Marburg einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Ziel der Zusammenarbeit zwischen Kreis und RMV ist es, Fahrradabstellanlagen zu erneuern oder, bei Bedarf, durch neue Anlagen zu ergänzen. Der Vertrag regelt jetzt die notwendigen Planungsschritte.

„Das Fahrrad gewinnt als Verkehrsmittel im Alltag zunehmend an Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass wir verschiedene Verkehrsangebote, wie beispielsweise ÖPNV und Fahrrad, sinnvoll miteinander vernetzen und attraktive Rahmenbedingungen schaffen“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest.

„Gerade auf kurzen Wegen ist das Fahrrad die ideale Ergänzung zu unserem Zugangebot. Die komplette Ausstattung aller Bahnhöfe mit Fahrradabstellanlagen hat Vorbildcharakter für das RMV-Gebiet, weswegen wir das Projekt gerne unterstützen“, betonte RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

„Zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes ist es wichtig, dass die gesamte Wegekette optimal und attraktiv gestaltet wird“, ergänzte der Erste Kreisbeigeordnete. Vorhandene Fahrradabstellanlagen seien häufig veraltet oder nur in geringer Anzahl vorhanden, so Zachow. Auch der Aspekt der zunehmenden Nutzung von Elektro-Fahrrädern müsse mitgedacht werden.

Im Rahmen der jetzt vereinbarten Zusammenarbeit soll die Planung weiter vorangetrieben werden. „Die Basis muss immer eine belastbare Planung sein“, unterstrich Landrätin Fründt. Kreis und RMV rechnen mit Planungskosten von rund 65.000 Euro, die zwischen den Vertragspartnern aufgeteilt werden.

Im Vorfeld hat der Radverkehrsplaner des Kreises, Thomas Meyer, ein Kataster mit 17 möglichen Standorten erstellt. Meyer hat im Vorfeld die Bahnhöfe im Kreis unter die Lupe genommen und unter dem Aspekt der Fahrrad-Nutzung begutachtet. „Wir haben uns zunächst die Frage gestellt, ob es dort schon Fahrradabstellanlagen gibt und ob sie den aktuellen Nutzungsstandards entsprechen“, erläuterte Meyer seine Analyse. Dazu habe auch die Feststellung gehört, ob an den Bahnhöfen viele Fahrräder abgestellt werden und welche Bedeutung der Bahnhof im RMV-Netz hat. „Auch musste geklärt werden, wem mögliche Standortflächen gehören“, so Meyer.

Nach Abschluss der Planungen soll, auch in enger Abstimmung mit den zuständigen Kommunen, an zunächst 17 Bahnhöfen, wo nach Einschätzung des Experten Bedarf und Möglichkeiten bestehen, ein angemessenes Angebot geschaffen werden: überdachte Fahrradabstellanlagen in unmittelbarem Umfeld zu den Bahnsteigen und, möglicherweise auch ein Angebot für abschließbare Stellplätze, Fahrradboxen oder Sammelschließanlagen.

Mögliche Standorte, die der Radverkehrsplaner im Kreis identifiziert hat, sind in Wetter, Sarnau, Goßfelden, Sterzhausen, Caldern, Buchenau, Friedensdorf, Neustadt, Stadtallendorf, Kirchhain, Anzefahr, Bürgeln, Cölbe, Marburg (Hauptbahnhof, Ostseite), Marburg Süd, Niederweimar und Fronhausen.

ÖPNV-Fahrzeitverkürzung per Mausklick

Wie komme ich mit dem ÖPNV von einem der Wetteraner Stadtteile nach Marburg oder Frankenberg? Na ist doch logisch: Mit dem Bus bis zum Bahnhof in Wetter und dann weiter mit der Bahn.

Wer dies zum ersten mal in Erwägung zieht, weil er das Auto mal stehen lassen will oder weil er zu den Glücklichen gehört, die ein RMV-Jahresticket geschenkt bekommen, könnte diesen Plan aber schon schnell wieder aufgeben. Und zwar noch am heimischen Computer, während er nachschaut, wie diese Verbindung denn eigentlich funktioniert. In der Fahrplanauskunft des RMV oder der Bahn gibt der willige Mensch hoffnungsvoll den Start und Zielort seiner Expedition ein, z. B. Wetter-Amönau nach Marburg (Distanz ca. 20 Km).

Das Ergebnis welches er zu sehen bekommt, wird ihn womöglich darin bestätigen was er schon immer gewusst hat: „Bus und Bahn ist KEINE Alternative!“.
Er sieht nämlich je nach gewähltem Reisezeitpunkt dies hier:

Noch deutlicher wird es, wenn man als Ziel den Bahnhof Wetter angibt (Distanz ca. 4 Km):

Im Detail sieht die erste Verbindung dann so aus:

Fast zwei Stunden Reisezeit mit zwei Umstiegen für 4 Km!
Sind die Verbindungen mit dem ÖPNV wirklich so schlecht?
Nein, ganz und gar nicht!

So geht es zum Beispiel auch:

Im Detail sehen diese Verbindungen dann so aus:

Aus fast zwei Stunden mit zwei Umstiegen werden plötzlich 12 Minuten ohne Umstieg aber mit 8 Minuten Fußmarsch. In der Zeit des Schülerverkehrs fahren die Busse (hier die Linie 65) nämlich dummerweise nicht bis direkt zum Bahnhof. Es wird jedoch eine Haltestelle in fußläufiger Nähe zum Bahnhof angefahren. Diese Auskunft bekommt man aber nur wenn man Folgendes tut: Sie müssen in der Verbindungssuche den Haken bei „Alternative Haltestellen an Start und Ziel erlauben“ setzen. Also nur etwas für Leute mit dem sogenannten „Fahrgastabitur“!

Wenn sie jetzt denken, „OK, dann  mache ich eben immer das Häkchen…“, dann hilft ihnen das leider auch nicht für eine Verbindung von Amönau nach Marburg, da die Option sich eben nur auf Start und Ziel auswirkt und nicht auf Umstiege. Man kann darüber streiten, ob die Verbindungssuche sich hier schlau verhält. Nach Aussage des RMV, liegt das Problem an fehlende Informationen in der Datenbank der Reiseauskunft. Der Fußweg ist nach Auskunft des RMV-Support  nicht für Umstiege in der Datenbank hinterlegt. Datenlieferanten seien neben den Fachabteilung des RMV auch die lokalen Aufgabenträger vor Ort.
Hier der Verlauf der Korrespondenz: Fusswege im RMV

An dieser Stelle darf man übrigens einmal hervorragenden Support des RMV loben. Hier bekommt man schnell und persönlich eine Antwort auf Fragen. Zumindest war es in diesem Fall so.

Was hier wie eine Kleinigkeit erscheint, hat beachtliche Auswirkungen. Gerade in Bezug auf „Umsteiger“ kann so etwas schnell dazu führen, dass es eben nicht zum Umstieg kommt. Das können wir uns eigentlich nicht leisten!
Der Datenlieferant dürfte in diesem Fall der RNV sein, den wir bitten werden, den Fussweg einpflegen zu lassen und zu prüfen, bei welchen Relationen im Landkreis eventuell das gleiche Problem besteht.

Apropos „Umsteiger oder Welche die es werden wollen“: Hier wird von Seiten der Kommunen z. B. in Wetter viel zu wenig Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
Lesen Sie dazu folgende Artikel: VerkehrsWetterbericht – ÖPNV

VerkehrsWetterbericht – ÖPNV

Für „Umsteiger oder Welche die es werden wollen“ wird von Seiten der Kommunen viel zu wenig Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Werbung machen für Nutzung von Bus und Bahn bleibt weitgehend den Verkehrsträgern überlassen. Dabei könnten die Kommunen und Städte sehr viel gezielter werben, z. B. mit einem Statement wie diesem:

Wie soll ich ohne Auto Nachts um halb eins von Marburg zurück nach Treisbach kommen? Mit dem Bus natürlich ...und zwar in 30 Minuten!

Wir haben die Stadtverwaltung Wetter z. B. im Januar 2018 auf die deutliche Ausweitung der Verbindungen im Spätverkehr aufmerksam gemacht und gefragt, was sie beabsichtigt zu tun, um diese neuen Optionen ihren Bürgern auch bekannt zu machen. Die Reaktion war ein 2 mal 5 Zentimeter großer einmaliger Hinweis im Amtsblättchen. Das ist nun wirklich KEINE wirksame Form der Öffentlichkeitsarbeit!

Auch die örtliche Infrastruktur signalisiert nicht gerade, dass Busfahren eine echte Alternative zum eigenen Auto ist. Das Fahrgastwartehäuschen in Amönau Kalkwerk sieht seit Jahren so aus, als würde hier schon lange keine Bus mehr halten!

 

Die Aushangfahrpläne an der Haltestelle Banhnhofstraße sind dauerhaft vertauscht und das dort kaputtgefahrene Fahrgastwartehäuschen wurde über Monate nicht ersetzt…

Man könnte die Liste noch ein bisschen fortsetzen aber sieht man da etwa Licht am Horizont? Im Wetteraner Boten erschien kürzlich ein Statement des Fachdienstes „Stadtmarketing und Seniorenarbeit“, sowie ein tabellarischer Busfahrplan. Wir rätseln hier noch ein bisschen über die Aussagekraft diese Busfahrplans. Hier sind die Fahrten der Linien 60, 61 und 65 örtlich auf Wetter und die Stadtteile, sowie zeitlich auf die Fahrten von Mo.-Fr. (Vormittags) eingeschränkt, dargestellt. Erst einmal keine schlechte Idee um eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen.
Statement und Busfahrplan im Wetteraner Boten hier klicken

Irritiert hat uns jedoch die große Überschrift „ENTWURF“. Wir dachten erst, dass hier die Vorschläge für eine Verdichtung des Taktes eingearbeitet sein könnten. Aber weit gefehlt! Bei Überprüfung stellten wir fest, das die Pläne sogar veraltet und somit teilweise falsch sind! Alle Fahrplanänderungen vom 25.02.2019 sind nicht berücksichtigt. Die korrekten Fahrpläne finden sie hierhttps://www.rnv-mobil.de/fahrplaene/busverkehre/
Eine Legende fehlt außerdem, so dass sich die Bedeutung der Abkürzungen in der Zeile „Verkehrsbeschränkung“ nicht erschließt.

Liebe Stadt Wetter!
Den Fahrgast, der sich aufgrund ihrer Veröffentlichung entschließt erstmals mit dem Bus zu fahren und um 07:20 Uhr in Todenhausen an der Haltestelle steht und auf den Bus nach Wetter wartet, der jedoch schon um 07:14 Uhr abfuhr, haben sie als“Umsteiger“ möglicherweise dauerhaft verloren!

Offensichtlich gibt es also Bestrebungen, die Taktung des Busverkehrs zwischen Wetter und den Stadtteilen zu verdichten. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit dem den lokalen Verkehrsträgern geschehen.

In Gesprächen mit der Geschäftsführung der ALV
Oberhessen wurde klar, dass es bei Bedarf auch noch
zusätzliche freie Buskapazitäten gibt. Diese Buskapazi-
täten sollte man sich zu Nutze machen und das Know-
How der ALV Oberhessen nutzen, bevor man als
Kommune eigenständig einen Kleinbus anschafft und
ggf. ehrenamtlich tätigen Menschen die verantwortungs-
volle Aufgabe der Personenbeförderung überträgt.

Das ist sicherlich die richtige Einstellung. Obwohl die Akzeptanz der Bürgerbusse sich gerade gut entwickelt: Der ÖPNV ist öffentliche Daseinsvorsorge und gehört nicht in ehrenamtliche Hand. Ehrenamtliche könnte man gut einsetzen um Menschen die Nutzung des ÖPNV durch ein kostenloses Mobilitätstrainings nahe zu bringen.

Im Wetteraner Statement werden als Zielgruppen namentlich Seniorinnen und Senioren, sowie Schülerinnen und Schüler angesprochen. Man kann nur hoffen, dass man bei der Thematik auch an Berufspendler denkt, da diese einen großen Anteil am Verkehrsaufkommen haben.

Fraglich ist, wie das zusätzliche Angebot eigentlich finanziert werden soll!

Lobenswert ist natürlich das Angebot zur Bürgerbeteiligung:

Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche haben
oder Kritik äußern möchten, dann schreiben Sie uns.
Wir sind interessiert an Ihrer Meinung.
stadtmarketing@wetter-hessen.de
Tel. 06423 / 82 41

 

Update 06.03.19:

Der Fachdienst der Stadt Wetter teilte am 04.03.19. auf Nachfrage mit, dass die Überschrift „Entwurf“ ein Versehen war.
Die Busfahrpläne seien Mitte Februar zugeliefert worden und man prüfe nun noch einmal deren Aktualität.

Die positive Nachricht:
Man beabsichtigt, zukünftig regelmäßig die Bürgerinnen und Bürger über die Busverbindungen zu informieren
und man sieht bzgl. den Veröffentlichungen auch noch Verbesserungsbedarf.